Kundgebung Dezember 2007Am 8. Dezember 2007 waren wir von 10:00 Uhr bis 17:45 Uhr in Köln mit unserem Stand auf dem Wallraf-Platz und haben uns für tierleidfreie Weihnachten eingesetzt.Wie beim letzten Mal suchten wir in erster Linie das Gespräch und versuchten auf unsere fröhliche Lebensweise aufmerksam machen. Zusätzlich haben wir mit Keksen und Kuchen bewiesen, dass weihnachtliches Gebäck keine tierischen Produkte benötigt. Siehe auch im Forum ![]() Einige Happy Vegans und Freunde am 8.12.07 auf dem Kölner Wallraff-Platz: v. l. Jan, Cella, Petra, Denis, Maren. Zusammenfassung: Man muss eingestehen, dass wir durch unsere erste Aktion recht hohe Erwartungen hatten. Wir standen beim letzten Mal an einem Feiertag weit abseits der Hauptverkehrswege für Fußgänger. Dieses Mal, am Wallraf-Platz, also an einem Ende der Hohe Straße, an einem vorweihnachtlichen Samstag. Die Anzahl der wirklichen Kontakte und Interessenten schätzen wir aber bei beiden Kundgebungen gleich hoch ein. Nicht zu verachten ist aber die Menge der Blicke, die dieses Mal auf unseren Stand und besonders auf unser Transparent gefallen sind. Vielen Menschen hat man das mitleidige Lächeln (gegenüber uns) nach Lesen unseres Mottos "Tierleidfrei leben und genießen" angesehen, bei vielen konnte man hören, dass sie untereinander zumindest kurz Worte zum Thema gewechselt haben. Wir sehen darin etwas Positives: die Menschen sind auf das Thema aufmerksam gemacht worden und haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Viele der Passanten, die man beobachtet hat/ansprach, waren ausländische Besucher: Engländer, Niederländer, Franzosen, Belgier und hauptsächlich waren es auch eben diese Nationalitäten, die unseren Stand von sich aus aufsuchten. Beeindruckend dabei: diese Personen waren schon Vegetarier oder Veganer, inklusive Kleinkind! Allerdings darf man auch nicht den älteren deutschen Herrn vergessen, der uns lobend zusprach und mit seinen zwanzig Jahren Veganismus beeindruckte :-) Wir stellten auch wieder fest, dass erst ab dem frühen Nachmittag die Menschen vermehrt von sich aus auf uns zukamen. Die meisten Passanten waren sehr schnell unterwegs, schon bevor sie uns entdeckt haben ;-) Es war so recht schwierig um ein kurzes Gespräch zu bitten. Alle in vorweihnachtlicher Hektik?! Viele haben uns auch blind als Auskunft "missbraucht" und nach diversen Orten, Geschäften und Adressen gefragt. Absurd sind dabei jeweils die Anfragen zwei unterschiedlicher älterer Damen gewesen, die fragten wo man denn hier gut essen könne und aus unserer Reaktion, dass es in der Nähe keine angemessene Möglichkeit gibt, schlussfolgerten, dass wir wohl nur Auskunft über Mc Donalds bzw. Currywurst geben könnten. Ein wenig befremdlich ist auch, dass sich die Leute interessiert um einen Künstler stellen, der als Engel verkleidet unbeweglich da steht (wie man das ja aus Köln rund um die Domplatte kennt), und Geld geben, während sie uns dahinter ignorieren. Befürchten die Menschen, dass wir Geld, Unterschriften oder Verpflichtungen von ihnen einfordern oder ist es wirklich das unterdrückte schlechte Gewissen, das nicht freigelegt werden soll? An Reaktionen war wieder alles dabei, Grund für Freude sowie blankes Entsetzen. Es gab Menschen, die über die Hintergründe überrascht waren und interessiert weiter fragten; Menschen, die schon vom Veganismus gehört hatten, aber seine Tiefe nicht kannten oder es für zu schwierig hielten. Veganer, die uns unterstützen möchten, sowie Menschen, die es wagen möchten. Dem gegenüber Menschen, die nicht einmal wissen möchten worum es geht, im Vergleich die Meisten. Menschen, mit der festen Meinung sich nur mit Tieren gesund ernähren zu können; Menschen, die dir sagen, dass sie von den Qualen und dem Leid wissen und es in Ordnung sei. Wir sind aber weiterhin der Überzeugung, dass unsere Kundgebungen notwendig sind. Das Thema muss aktuell bleiben und die Idee verbreitet werden. Wir fühlen uns gut dabei und trotzen weiterhin jedem unhaltbaren Spott ;-) Und wenn es nur einer von hundert wäre, der sich anschließend damit befasst... jeder einzelne zählt. Vielen Dank auch an unsere Freunde und Unterstützer: Birte, Cella, Christina, Ise, Johanna, Lisa, Marc, Natascha, Niels, Pascal, Vanessa! Rezepte Hier die Rezepte der Speisen, die wir am Stand angeboten haben: Bunte Plätzchen Hafertaler Himbeertaschen Nusskuchen Nussplätzchen Orangenplätzchen Pfeffernüsse Vanillekipferl Weihnachtsstollen Links Wir haben dieses Mal nur auf unsere Seite verwiesen, da man von hier aus auch alles andere findet ;-) ![]() Downloads Hier die Datei mit den von uns ausgehangenen Zitaten MS-Word-2003-Format ~ ~ ~ OpenOffice-2.2-Format Diskussionen Nachfolgend werden wir wieder Diskussionen und Stichworte aufgreifen und hier nachbearbeiten: Einer von vielen: "Veganismus/Eine Ernährung ohne tierische Produkte ist ungesund. Man braucht Milch, Eier usw." Man ist fest davon überzeugt, dass alles bisher dazu Erlernte unerschütterlich ist. Die durch Erziehung und Medien vermittelte Ernährungsweise wird schon richtig sein. Obwohl man genau weiß, dass diese Menschen meist keine Minute an eine gesunde oder ausgewogene Ernährung verschwenden, sich nicht mit Referenzwerten oder Mangelversorgung beschäftigen, bringt es an der Stelle nichts sich auf Grundsatzdiskussionen einzulassen, da die Leute dann erst recht abblocken. In so einem Fall kann man nur dazu übergehen, die Argumentation auf "Würden Sie vegan leben, wenn sichergestellt wäre, dass Sie keine gesundheitlichen Einbußen erleiden?" Wir werden dem gesundheitlichen Aspekt auf unserer Seite zukünftig doch nachgehen ;-) Eine von vielen: "Es schmeckt mir aber/Dafür esse ich Fleisch usw. viel zu gerne!" Dieses Luxusargumenten, das die Bequemlichkeit und Gewohnheit zeigt, der man sich unterwirft, kann man mit diversen Beispielen aus allen Lebenslagen kontern. Es gibt viel, dass einem in irgendeiner Weise "schmeckt", aber zum Nachteil für andere ist und deshalb meist nicht "genossen" wird. Ebenfalls eine häufige Reaktion: "Ich esse aber nur selten/wenig Fleisch." Ist wenig Leid etwa kein Leid? Ob für einen drei oder fünf Tiere getötet werden, macht für die drei betroffenen keinen Unterschied. Ein junges Mädchen: "Ich esse nur Bio-Fleisch." Nur der Mensch schafft es so makaber zu sein das Wort Bio (bios ist griechisch für Leben) mit einem toten Stück Fleisch zu kombinieren um den Tod zu verharmlosen und sich dabei wohl zu fühlen. Ist das Fleisch Bio für den Mensch oder für das Tier? Dieser Formulierung nach nur für den Mensch (damit es besser schmeckt). Hier und hier sind Angaben zur Bio-Tierhaltung zu finden. Von uns gezüchtete Tiere müssen also Leben, wie wir es für ihre Art gerecht halten. Die Ausbeutung (Milch, Eier, Wolle) findet genauso statt und einem kurzen Leben folgt ebenfalls ein brutaler Tod. Auch wenn den Tieren dieses Bewusstsein fehlen mag, macht es für einen unschuldig in der Todeszelle Inhaftierten einen Unterschied, ob er bis dahin eine Luxuszelle hat oder eine Gemeinschaftszelle? Oder besser gefragt, geht es mir gut, wenn ich einen unschuldig Inhaftierten kenne, der es bis zu seiner Hinrichtung schön gemütlich hat? Drei junge Mädchen: "Die Qualen sind uns egal, dass soll so sein." Was wünscht man solchen Wesen...? Eine weitere Pauschalmeinung: "Das war doch schon immer so, Tiere essen doch auch Tiere." Muss man denn manche immer erst anstoßen, damit sie denken (bevor sie reden). Wir können froh sein, dass vieles nicht mehr so ist, wie es vorher immer schon war. Natürlich essen Tiere andere Tiere, zur Lebenserhaltung und um den Kreislauf der Natur aufrecht zu erhalten. Zudem essen nur die Tiere andere Tiere, die es müssen, durch ihre Instinkte und ihren Körperbau. Der Mensch KANN Tiere essen, muss und sollte es aber nicht, weder sein Körperbau, noch seine Vernunft sehen das vor. Das man nicht alles machen muss/sollte, was man auch kann, sollte nicht weiter erläutert werden müssen. Hier noch etwas zu Veranschaulichung. Ein älterer Mann: "Aber Pflanzen sind doch auch Lebewesen und haben ein Bewusstsein." Auf dieses Statement sind wir schon bei den Diskussionen am Weltvegantag eingegangen und auch dieses Mal, war es wieder so, dass keine Ernsthaftigkeit dahintersteckte, sondern lediglich dazu diente den Veganismus ins Lächerliche zu ziehen. Ein Frau: "Wie decken Sie ihren Calciumbedarf?" Der Nährwerttabelle kann man unter Punkt 4.1 entnehmen, was bei der Calciumaufnahme zu beachten ist und worin Calcium enthalten ist. Ebenso liefert Wikipedia ausführliche Informationen. Milchprodukte haben zwar einen recht hohen, nicht den höchsten, Calciumanteil, aber durch die tierischen Eiweiße eine verminderte Verwertbarkeit. Eine andere Frau sinngemäß: "Ich setze mich bereits für Kinder ein, für zwei bedürftige Gruppen reicht meine Kapazitäten nicht." Da müssen wir eingestehen, dass wir uns nur für Tiere einsetzen und nicht gezielt für Kinder. Aber um den Tieren zu helfen, reicht es schon ihre Ausbeutung nicht mehr zu unterstützen. Das vegane Leben fordert schon nach kurzer Eingewöhnung keinen Aufwand mehr, dafür wollen wir ja unter anderem sorgen. Zudem sind wir fest davon überzeugt, dass eine Menschheit ohne Tierleid eine friedliche, nächstenliebende ist, in der Kinder wohlbehütet sind. |