Welt-Vegan-Tag 2007



Die Happy Vegans am 1.11.07 kurz vor 11 Uhr auf dem Kölner Roncalliplatz: v. l. Angela, Petra,
Denis, Saskia, Jan, Mali.


Zusammenfassung:
Es war ein schöner und erfolgreicher Tag! Ausrufezeichen!
Für jeden von uns war es die erste Erfahrung dieser Art und wir waren uns schon währenddessen einig, dass es nicht unsere letzte Kundgebung gewesen sein wird.
Es ist uns sowohl gelungen Passanten durch unsere Initiative ins Gespräch zu verwickeln als auch durch den Stand das Interesse zu wecken. Einige Auszüge seht ihr unten.
Unsere veganen Leckereien sind enthusiastisch aufgenommen worden!
Wir bedanken uns auch bei allen befreundeten Veganern, die uns zeitweise besucht und unterstützt haben!


Rezepte
Hier findet ihr nochmals gesondert die Rezepte der Speisen, die wir am Stand angeboten haben:
fruchtige Muffins (teils mit Waldfrüchten, teils mit Kürbis)
Gefüllte Pfannkuchen (teils mit Nougat, teils mit veganer Kaminwurz)
Marzipanmuffins
Schokomuffins
Schokotorte mit Pflaumenmus
Zitronenkuchen

Unsererseits wurde häufig die Seite von Atilla vorgeschlagen, da man dort sehr viele, abwechslungsreiche und gut gestaltete Rezepte findet: Attila Hildmann


Links
Weitere Links, die in Gesprächen erwähnt wurden:
Der Film Earthlings
Übersicht über den Wert und die Aussagekraft von Labeln und Siegeln: Label online
Besonderes Interesse galt hierbei den Bio-Produkten: Tegut und BMELV





Diskussionen
Wir möchten diese Stelle auch dazu nutzen, um zu ein paar sinngemäßen Zitaten aus der Menge Stellung zu nehmen:

Ein Angler: "Ich würde nicht zulassen, dass ein Tier gequält wird."
Wie kann das Beißen in einen Widerhaken, das "Nach-Luft-Schnappen", das Lösen vom Haken und anschließende Töten keine Qual sein?
Siehe auch den Irrglauben vom kurzen Fischgedächtnis

Eine Frau: "Man braucht aber tierisches Eiweiß."
Ist tierisches Eiweiß besser als pflanzliches?
Einige Fakten dazu.

Eine andere Frau: "Wenn es nicht so teuer wäre, würde ich vegan leben."
Aus eigener Erfahrung können wir dies nicht bestätigen, auch wenn wir derzeit keine verwertbaren Beweise haben. Einige Ersatzprodukte, wenn man sie denn nutzen möchte, sind teuer (Bsp. Käse), andere günstiger (Soja-Fleisch).
Die Ausgaben steigen meist dadurch, dass gleichzeitig das Bewusstsein für Produkte aus ökologischem Anbau, fairem Handel und mit hochwertigeren Zutaten steigt.

Viele: "Ich esse viel zu gerne Fleisch. Ich brauche mein Steak."
Sind wir wirklich so abhängig von unseren Gewohnheiten und Bedürfnissen, dass wir jeden Preis dafür zahlen?
Sind wir so unselbständig, abhängig und manipulierbar, dass wir nichts hinterfragen, was wir schon "unser Leben lang" immer wieder genau so machen? Das, was uns unsere Vorbilder (Eltern, Lehrer usw.) vormachen, vorleben und lehren (was sie selber nur nachmachen und ungeprüft weiterführen), nehmen wir unüberlegt als Wahrheit an? Glauben wir nur das, was die Mehrheit sagt?

Eine ältere Frau mit Pelz: "Für euch wird das ganze Soja aus Südamerika eingeflogen und meine Rinder fressen Futter, das vom Bauern selber angebaut wird."
Folgende Links zeigen, dass in Europa inzwischen Soja extra für Nahrungsmittel angebaut wird, dass der Großteil des amerikanischen Sojas nach Europa als Futtermittel verkauft wird. Dass die Massentierhaltung ohne die Sojamengen nicht aufrecht zu erhalten ist, dass dieser Bedarf zu gentechnisch verändertem Soja geführt hat und dass der Anbau von Soja den Regenwald zerstört. Des Weiteren eine Übersicht der Ressourcen, die wir in die Viehzucht investieren statt sie direkt zu nutzen.
Die Sojabohne
Weltmarkt Soja
Soja-Anbau zerstört Regenwald
Weltproduktion von Sojabohnen 2005
Ökologische Folgen des Fleischkonsums

Ein älterer (fleischessender) Herr: "Russische Forscher haben sich einem Kopfsalat mit einem Messer genähert und vom Salat ausgehende Wellen gemessen, die ein Warnsignal darstellen."
Würde man selber hinter dieser Aussage stehen, dann wäre man wohl Frutarier.
Meist wird mit dem Pflanzenleid aber versucht ein Argument gegen den Veganismus zu liefern. Dabei kann es doch keine Rechtfertigung sein ein großes Leid deshalb weiter zu betreiben, weil eine Alternative nur ein kleineres Leid ist. Denn was an Futterpflanzen für Vieh aller Art wegfällt, kann ja unmöglich in gleicher Menge von Menschen gegessen werden, es verringert sich somit also auch die Nutzung von Pflanzen insgesamt.
Auch wenn man Pflanzen durchaus Reaktionen auf ihre Umwelt zusprechen kann, so schreiben wir ihnen kein Bewusstsein und Empfinden zu.
Siehe dazu auch folgende Links:
Die Intelligenz der Sonnenblume
Haben Pflanzen ein Bewusstsein?


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